Neben der OIV trägt das internationale Unternehmenskonsortium (Masi Agricola aus Italien, Sogrape aus Portugal, Viña Concha y Toro aus Chile und Yalumba Family Winemakers aus Australien) dazu bei, dass verschiedene Arten von Forschungsstipendien angeboten werden können.
Kurzstipendien
Im Rahmen ihres Strategieplans kann die OIV jährlich Forschungsstipendien in Schwerpunktbereichen vergeben. Mit diesen Kurzstipendien (sechs bis fünfzehn Monate, bis zu 15.000 €) werden spezielle postgraduale Studien unterstützt. Die hochqualifizierten Kandidatinnen und Kandidaten sollten starkes Interesse zeigen, ihre Forschung voranzutreiben und über die neuesten Entwicklungen in ihrem Studien- oder Arbeitsbereich auf dem Laufenden zu bleiben.
3-Jahres-Stipendien
Haben Sie ein Forschungs- und Entwicklungsprojekt? Möchten Sie einen wissenschaftlichen Kompetenzbereich erforschen oder weiterentwickeln, der mit den Schwerpunktthemen der OIV vereinbar ist? Bewerben Sie sich für ein 3-Jahres-Forschungsstipendium mit einem Höchstbetrag von 50.000 €!
Die beteiligten Akteure:
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Die OIV, die eine Vereinbarung mit der Stipendiatin oder dem Stipendiaten unterzeichnet.
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Eine Person mit einem höheren Universitätsabschluss, die ein Doktorats- oder Postdoc-Studium anstrebt oder sich für einen Zeitraum von 3 Jahren in der Forschung engagieren möchte. Diese Person darf nicht Mitarbeiter eines Unternehmens sein.
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Das internationale Unternehmenskonsortium.
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Ein akademisches Forschungslabor, das mit einer Doktorandenschule zusammenarbeitet, die den Stipendiaten oder die Stipendiatin für den akademischen Teil der Arbeit betreut und an die der Betreuer bzw. die Betreuerin angegliedert ist.
Schwerpunktthemen für Forschungsstipendien 2026
Die angestrebten Forschungsstipendien müssen eines der folgenden Schwerpunktthemen betreffen:
A. Bewältigung der Herausforderungen des Klimawandels, des Wasser-, Boden- und Biodiversitätsmanagements durch Lösungen für einen nachhaltigen Weinbau
1. Biodiversität und andere objektive Indikatoren zur Messung der Auswirkungen und Abhängigkeiten des Weinbaus in Ökosystemen, einschließlich quantitativer Schlüsselindikatoren für Nachhaltigkeit und Ökosystemleistungen von Weinbergen sowie harmonisierte Überwachungsrahmen auf EU- und internationaler Ebene
2. Technologiemanagement im Weinbau zur Stärkung der Resilienz gegenüber extremen Klima- und Wetterschwankungen im Laufe eines Jahres, einschließlich der Steuerung der Reifung, der Bodenverbesserung, von Techniken zur Reduzierung von Treibhausgasemissionen, der Präzisionslandwirtschaft sowie KI-basierter Prognoseinstrumente und von Systemen zur Unterstützung der Entscheidungsfindung
3. Neue Ansätze für den Pflanzenschutz und das Krankheitsmanagement (RNAi-Technologie, Bekämpfung von Schadinsekten durch Biodiversität und Biokontrolle, wirksame integrierte Schädlingsbekämpfung) bei geringerem Einsatz von Chemikalien (z.B. Kupfer) und im Einklang mit sich verändernden rechtlichen Rahmenbedingungen
B. Einsatz technologischer Innovationen bei Analysen von Trauben und Wein sowie bei Produktionsmaterialien für die Verarbeitung und Verpackung
1. Strategien, Verfahren und Methoden zur Verbesserung der Nachhaltigkeit von Prozessen, Verpackungen und der Marktakzeptanz verschiedener Weinbauerzeugnisse einschließlich entalkoholisierter und teilweise entalkoholisierter Weine. Dabei werden die Wahrnehmung der Verbraucher, rechtlich bedingte Einschränken und die Dynamik der Ausfuhrmärkte für alle Arten von NoLo-Getränken berücksichtigt.
2. Entwicklung sektorübergreifender Ansätze zur Energieeinsparung und Verringerung des CO₂-Fußabdrucks bei der weinbaulichen Erzeugung: gemeinsame Entwicklung neuer, umweltfreundlicher Materialien für den Transport, die Verpackung und die Lagerung von Trauben und Wein sowie Entwicklung von innovativen, sehr leichten Glasflaschen und Alternativen zu Glas, wobei Ansätze der Kreislaufwirtschaft und Methoden der Ökobilanz (LCA) berücksichtigt werden.
3. Entwicklung von grünen Analyseverfahren und SMART-Indikatoren sowie Verbesserung der allgemeinen Nachhaltigkeitsleistung von Weinbereitungsverfahren und Analysemethoden durch einheitliche Messgrößen, digitale Rückverfolgbarkeit und Zertifizierungssysteme
C. Management der gesamten Wertschöpfungskette zur Verbesserung der systemischen Resilienz des globalen Weinbausektors
1. Verbraucherwahrnehmung und Zahlungsbereitschaft für Nachhaltigkeitsmerkmale und Ökosystemleistungen im Weinbau als Element der Premiumisierung: Strategien, Kommunikationsinstrumente, Auswirkungen auf Emotionen, Präferenzen und Trading-Up. Die besten Nachhaltigkeitsindikatoren und wirksame Kennzeichnungs- und Kommunikationsstrategien zur Steigerung des wahrgenommenen Werts
2. Soziale, wirtschaftliche und ökologische Nachhaltigkeit: der wertvolle Beitrag des Weinbaus zu Wirtschaft, Kultur und Tradition, einschließlich seines Beitrags zum Erhalt der ländlichen Bevölkerung und zum Weintourismus sowie seiner Rolle bei der regionalen Entwicklung und der Landschaftspflege
3. Handelshemmnisse: Tarifäre und nichttarifäre Handelshemmnisse, einschließlich Vergeltungsmaßnahmen, Kennzeichnungsvorschriften, Gesundheitsinformationen und Verkehrsbeschränkungen. Handelshemmnisse im Bereich des geistigen Eigentums, einschließlich geographischer Angaben und Marken, sowie Auswirkungen der sich wandelnden internationalen Handelspolitik und Nachhaltigkeitsanforderungen
D. Verbraucher: Sicherheit, Ernährung, Gesundheit und Aufklärung
1. Erforschung und Bekämpfung von Kontaminationsquellen durch Kontaktmaterialien wie Kunststoffe und Beschichtungen sowie durch „Ewigkeitschemikalien“ (PFAS) zur Verringerung der Risiken durch giftige Chemikalien und Mikroplastik in Weinbauerzeugnissen, einschließlich verbesserter Verpackungsstandards und Methoden zur Risikobewertung
2. Auswirkungen des Konsums von Wein und Traubenerzeugnissen auf Krankheiten und die Gesundheit (insbesondere Gesamtmortalität und Weinkonsum, Weinkonsum und Körpergewicht, Langlebigkeit, Polyphenole sowie gastrointestinale Erkrankungen) mit Schwerpunkt auf evidenzbasierter Kommunikation und den Auswirkungen auf die öffentliche Gesundheit
3. Zusammenhänge zwischen kulturellen und sozialen Aspekten des Alkoholkonsums: neue Trends bei Verbrauchsmustern und Faktoren, die zum Konsum beitragen, sozialer und psychologischer Nutzen des Konsums von Weinbauerzeugnissen sowie möglicher missbräuchlicher Konsum von Wein und alkoholischen Getränken aus Trauben (soziale Normen, Trinkempfehlungen, gesundheitsbezogene Warnhinweise), einschließlich verhaltensbezogener Erkenntnisse und politischer Auswirkungen auf nationaler und internationaler Ebene