Dieses Treffen knüpfte an den Besuch an, den Jean-Marie Aurand im September letzten Jahres in Japan abstattete.
In dem Gespräch stellte der Generaldirektor dem Botschafter die Organisation und ihre Missionen vor. Er äußerte den Wunsch, dass es zwischen der OIV und Japan zu einer institutionellen Annäherung kommt.
2012 fand in der OIV die erste Verkostung japanischer Weine statt, die von „Koshu of Japan“ organisiert wurde.
Jean-Marie Aurand wies darauf hin, dass die OIV gerne bereit sei, eine solche Veranstaltung zu wiederholen.
Japan blickt auf eine lange Weinbautradition zurück. Die Ausweitung der Weinproduktion wird insbesondere durch Rebsorten wie Koshu und Muscat Bailey (diese bringen Weine hervor, die die Eigenschaften der Terroirs mit Eleganz und Raffinesse zum Ausdruck bringen) und die Einführung von geographischen Angaben ermöglicht.
Der Weinkonsum in Japan verzeichnet ein ständiges und stabiles Wachstum und belief sich 2014 auf fast 3,5 Millionen hl.


Durch dieses Gesetz wird Band VI Kapitel V Titel VI des „Code rural et de la pêche maritime“ durch Artikel L. 665-6 ergänzt:
„Art. L. 665-6. – Wein aus Trauben, Weinbauterroirs, Apfel- und Birnenweine, Spirituosen und Biere lokaler Traditionen gehören zum geschützten kulturellen, gastronomischen und landwirtschaftlichen Erbe Frankreichs.“
Nachdem Uruguay und Argentinien Wein als „Nationalgetränk“ erklärt haben, verleiht Frankreich dem Wein und den Weinbauterroirs durch ihre Aufnahme in das kulturelle, gastronomische und landwirtschaftliche Erbe Frankreichs einen besonderen Schutz. Die französische Gastronomie wurde von der UNESCO 2010 als immaterielles Kulturerbe der Menschheit anerkannt. Es handelt sich dabei um eine festliche Mahlzeit, bei der die Gäste die Kunst des „guten Essens“ und des „guten Trinkens“ praktizieren.
Catherine Geslain-Lanéelle, Generaldirektorin für Agrar- und Ernährungspolitik und Gebietsmaßnahmen im Landwirtschaftsministerium, betonte, dass Frankreich den Tätigkeiten der OIV hohe Bedeutung beimesse und daher die in die höchsten Ämter der Organisation gewählten Wissenschaftler mit dem Orden für Verdienste um die Landwirtschaft auszeichne.
Ritter

Vicente Sotes Ruiz – Spanien – Vorsitzender der Kommission I „Weinbau“
Staatsangehörigkeit: spanisch
Ausbildung: Agraringenieur und Doktor der Agrarwissenschaften, Fachgebiet Weinbau und Önologie
Nationale berufliche Laufbahn: Dozent und Forscher, derzeit Professor für Obstbau (Weinbau) an der technischen Hochschule für Agraringenieure in Madrid
Fachgebiet Rebenphysiologie und Weinbauerzeugung: Betreuung von 15 Doktorarbeiten, Veröffentlichung von 165 Artikeln
Laufbahn in der OIV: Seit 1991 spanischer Delegierter in der Kommission „Weinbau“, 2004-2007 stellvertretender Vorsitzender der Gruppe „Zonierung“, 2007 Vorsitzender der Gruppe „Umwelt und Klimawandel“.
Sonstiges: Mitglied der europäischen Gruppe „Systeme der Rebenerziehung“, Mitglied der italienischen Weinbauakademie, Mitglied des Beratenden Ausschusses des spanischen Weinbauverbands.

Ahmet Altindisli – Türkei – Vorsitzender der Unterkommission „Trauben und unvergorene Weinbauerzeugnisse“
Staatsangehörigkeit: türkisch
Ausbildung: Doktor im Fachbereich Weinbau
Nationale berufliche Laufbahn: Dozent und Forscher, Professor für Weinbau an der landwirtschaftlichen Fakultät der Ägäis-Universität - Izmir
Fachgebiet: biologischer Anbau und Waldbau: 20 wissenschaftliche Veröffentlichungen
Laufbahn in der OIV: seit 2007 türkischer Delegierter in der Kommission „Weinbau“, 2007 wissenschaftlicher Sekretär der Unterkommission „Trauben und unvergorene Weinbauerzeugnisse“, Vorsitzender dieser Unterkommission seit 2012.
Sonstiges: Mitglied der türkischen Gesellschaft für Gartenbau, Mitglied des wissenschaftlichen Ausschusses des Weltkongresses für Rebe und Wein (2012)

Valeriu Cotea – Rumänien – Vorsitzender der Kommission II „Önologie“
Staatsangehörigkeit: rumänisch
Ausbildung: Doktor der Agrarwissenschaft, Fachgebiet Weinbau und Önologie
Nationale berufliche Laufbahn: Dozent und Forscher, Professor für Önologie, Vizerektor der Universität Lasi, Betreuung von 7 Doktorarbeiten
Laufbahn in der OIV: seit 1998 rumänischer Delegierter in der Kommission „Önologie“, Vorsitzender der Sachverständigengruppe „Spezifikationen önologischer Erzeugnisse“ (2007-2012), Vorsitzender der Kommission „Önologie“ seit 2012.
Sonstiges: Mitglied des rumänischen Amtes für Rebe und Wein, Mitglied der rumänischen Akademie für Agrarwissenschaften, Vorsitzender des rumänischen Verbands der Weinhersteller.
Er erhält den Orden für Verdienste um die Landwirtschaft 19 Jahre nach seinem Vater, Valeriu Cotea, dem dieser Orden 1996 als Vorsitzender der Kommission „Önologie“ verliehen wurde.

Paulo Barros – Portugal – Vorsitzender der Unterkommission „Analysemethoden“
Staatsangehörigkeit: portugiesisch
Ausbildung: Apotheker, Fakultät der Universität Porto
Nationale berufliche Laufbahn: Assistenzprofessor für pharmazeutische Wissenschaften, technischer Leiter des Labors für Weinanalysen in Porto, Berater des Porto- und Douro-Weininstituts, Autor von mehr als 50 Veröffentlichungen
Laufbahn in der OIV: seit 1989 portugiesischer Delegierter in der Unterkommission „Analysemethoden“, 2009 wissenschaftlicher Sekretär und seit 2012 Vorsitzender dieser Unterkommission.
Sonstiges: Organisation des Weltkongresses der OIV in Porto, Mitglied des nationalen OIV-Ausschusses in Portugal

Eugenio Pomarici – Italien – Vorsitzender der Kommission III „Wirtschaft und Recht“
Staatsangehörigkeit: italienisch
Ausbildung: Doktor der Mathematik
Nationale berufliche Laufbahn: Dozent und Forscher, Professor an der Universität Neapel und der Universität Conegliano
Fachgebiet: Analyse des Angebots im Obst- und Weinsektor, 74 wissenschaftliche Veröffentlichungen
Laufbahn in der OIV: Experte der OIV seit 2004, Vorsitzender der Gruppe „Märkte und Verbraucher“ (2007 – 2012), Vorsitzender der Kommission „Wirtschaft und Recht“ seit 2012.
Sonstiges: Mitglied des italienischen Ausschusses für Ursprungsbezeichnungen

Creina Stockley – Australien – Vorsitzende der Kommission IV „Sicherheit und Gesundheit“
Staatsangehörigkeit: australisch
Ausbildung: Master of Business Administration, Master in klinischer Pharmakologie
Nationale berufliche Laufbahn: Dozentin und Forscherin, Lehrbeauftragte an der Landwirtschaftsschule der Universität Adelaide, Leiterin der Abteilung für regulatorische Angelegenheiten und Gesundheit des australischen Wein-Forschungsinstituts, über 30 Veröffentlichungen
Laufbahn in der OIV: seit 1999 australische Delegierte in der Kommission „Sicherheit und Gesundheit“, stellvertretende Vorsitzende der Gruppe „Ernährung und Wein“ (2000-2006), Vorsitzende der Gruppe „Lebensmittelsicherheit“ (2007-2012), Vorsitzende der Kommission „Sicherheit und Gesundheit“ seit 2012.
Sonstiges: Mitglied der Arbeitsgruppe „Zusatzstoffe und Allergene“, Beraterin verschiedener Weinbauorganisationen in den Bereichen Gesundheit, Ernährung und Lebensmittelsicherheit.
Offizierin

Claudia Quini – Argentinien – Präsidentin der OIV
Staatsangehörigkeit: argentinisch
Ausbildung: Chemieingenieurin der Fakultät Mendoza
Nationale berufliche Laufbahn: im nationalen Weinbauinstitut (INV) Tätigkeiten im analytisch- technischen Management, im Labor für önologische und sensorische Untersuchungen, in der Forschung sowie Tätigkeiten im Zusammenhang mit Kontrollen,
Professorin für Weintechnologie und sensorische Analysen
Laufbahn in der OIV: seit 2004 Expertin und Delegierte in der Kommission „Önologie“, sachverständige Persönlichkeit im Wissenschaftlich-Technischen Ausschuss der OIV (2009- 2012). Sie wurde im Juni 2012 in Izmir zur Präsidentin der OIV gewählt.
Sonstiges: Verantwortliche des nationalen Weinwettbewerbs „Vinandino“, Mitglied der argentinischen Delegation für internationale Verhandlungen im Bereich Wein
Von Paris über Porto, Madrid, Verona, Bukarest, Izmir, Adelaide bis Mendoza – die Empfänger des Ordens, die sich alle für die OIV einsetzen, trennen über 30.000 Kilometer.

Verschiedene Ansätze ermöglichten es, dieses Thema anhand einiger wichtiger Zeugen anzugehen. Christophe Riou, wissenschaftlicher Direktor des französischen Weininstituts, erläuterte den Beitrag der Önologen zur Innovation. Bernard Praz, Einkaufsleiter von Grand Chais de France, stellte ihren Beitrag zur Entwicklung von Marken dar. Hubert de Boüard, Mitinhaber von Château Angelus und beratender Önologe, befasste sich mit der Optimierung der Terroirs und der Rebsorten, an der die Önologen beteiligt sind, und Gérard Bertrand, Besitzer der gleichnamigen Weingüter, ging auf die Besonnenheit ein, die der Fachkompetenz, den Werten und dem Lebensstil, für die sich die Önologen einsetzen, zu verdanken ist.
Der stellvertretender Generaldirektor der OIV, Yann Juban, erläuterte abschließend, wie sich die internationale Definition des Berufs des Önologen von 1976 bis hin zur Definition, die 2013 von der OIV angenommen wurde, entwickelte: von einem Mitarbeiter, der den loyalen Praktiken Rechnung trägt, zu einem Fachmann, der ein breites Spektrum an Aufgaben erfüllt.
Gestützt auf die verschiedenen Phasen der Tätigkeit des Önologen, die von der OIV festgelegt wurden, stellte er die verschiedenen Facetten des Berufs vor und zeigte auf, dass diese der internationalen Vision des Önologen entsprechen: Innovation, insbesondere im Hinblick auf die Rebflächen, „mit dem Ziel, die Ausgangserzeugnisse an die Anforderungen der modernen Weinbauerzeugung und der Konsumenten anzupassen“ (Phase 1); Marken durch „Formulierung von Empfehlungen im Marketingbereich, insbesondere hinsichtlich der Bezeichnung und der Präsentation der Erzeugnisse […], um den Verbraucherpräferenzen besser Rechnung zu tragen“ (Phase 4); Optimierung durch „Berücksichtigung ethischer, gesundheitlicher, sozialer und Umweltaspekte, um die Produktion diesen Anforderungen anzupassen“ (Phase 5) und schließlich Besonnenheit durch „Kontrollen, Rückverfolgbarkeit, Qualitätsmanagement, Lebensmittelsicherheit und Beachtung des ökologischen Gleichgewichts“ (Phase 3).
