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Der internationale Ampelographie-Kurs der OIV

Im September 2021 konzentriert sich die OIV auf die Ampelographie

Die Rebsortenkunde wird im September 2021 in Alcalá de Henares, Madrid, in den Fokus des internationalen Weinbaus gestellt, um wieder eine erste Ausgabe des internationalen Ampelographie-Kursus der OIV zu veranstalten. Internationale Experten und Fachleute, die sich für Ampelographie interessieren, sind eingeladen, mit weltweit renommierten Professoren zusammenzukommen. Ziel dieses Kurses ist es, aktuelles Wissen zu vermitteln und ein dichtes Netz zwischen den Fachleuten des Sektors zu knüpfen. Die zweite Auflage dieses Kursus wird im Juli 2022 in der renommierten ampelographischen Sammlung des Zentrums für Rebenressourcen (CRB-Vigne) in Vassal-Montpellier stattfinden.

El Encín, IMIDRA (Alcalá de Henares, Spanien)

                                

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KURSÜBERSICHT

Vom 6. bis 10. September 2021 wird die Rebsortensammlung „El Encín“ renommierte nationale und internationale Professoren einladen, um fünftägige theoretische und praktische Präsenzkurse abzuhalten, die es den Teilnehmern ermöglichen, ihre Kenntnisse auf dem Gebiet der Ampelographie zu vertiefen, zu aktualisieren und/oder auszutauschen. Ein praktischer Ansatz ermöglicht eine klare und präzise Identifizierung der Rebsorten vor Ort, indem alle Schlüssel zu ihrer Erkennung gegeben werden. Begrenzte Teilnehmerzahl. 

Anmeldung bis zum 31. Juli 2021.

Die Ampelographie ist das Fundament, das alle anderen Verknüpfungen im Sektor ermöglicht.




Die Beherrschung dessen, was am Ursprung der gesamten Wertschöpfungskette des Weinbausektors steht, ist für die Fachleute des Weinbaus von größter Bedeutung.

EIN DICHTES UND VOLLSTÄNDIGES PROGRAMM

Der internationale Ampelographie-Kurus der OIV bietet eine globale Vision der Disziplin und hebt gleichzeitig die Besonderheiten der lokalen Rebsorten des Gastlandes hervor.

Eine Lehrveranstaltung zur Geschichte der Ampelographie von Félix Cabello (IMIDRA, Spanien) wird es den Teilnehmern ermöglichen, die Entwicklung der Sorten in Spanien und ihren Einfluss in Lateinamerika zu verstehen.

Besonderes Augenmerk wird auf die Deskriptoren gelegt: aktuelle Methoden zur Beschreibung und Identifizierung von Rebsorten, Deskriptoren des jungen Blattes, der Blüte, der Triebe und der Zweige, Deskriptoren der ausgewachsenen Blätter (von Gregorio Muñoz - IMIDRA, Spanien) sowie der Trauben und Beeren (von Ramón Martínez - IMIDRA, Spanien). Schließlich wird José Eiras-Dias (INIAV, Portugal) die Deskriptoren der Phänologie, der Toleranz gegenüber biotischen und abiotischen Faktoren, der Produktion und der önologischen Eigenschaften näher erläutern.

Die Nachmittage sind dem praxisorientierten Lernen gewidmet: Besichtigung der Sortensammlung von El Encín, Besichtigung der Versuchskellerei, Anwendung der Kenntnisse in kleinen Gruppen und Verkostungen von sortenreinen Weiß- und Rotweinen begleitet von Mariano Cabellos (IMIDRA).

Der Schwerpunkt wird natürlich auf der Bedeutung der Sorten im Weinbau (Vicente Sotés -UPM, Spanien) und der Sortenvielfalt der Reben in der Welt (Javier Ibáñez - ICVV-CSIC, Spanien) liegen, mit einem Fokus auf das nächste Gastland: Frankreich im Juli 2022. Thierry Lacombe vom INRA wird auf die ampelographischen Merkmale der französischen Sorten eingehen.

Am Freitag findet in Anwesenheit der Vertreter der OIV und vom IMIDRA eine Abschlussveranstaltung mit einer Verleihung von Zertifikaten statt.

REBENSAMMLUNG „EL ENCÍN“

Die Rebensammlung „El Encín“ hat eine über 120-jährige Geschichte. Sie wurde Ende des 19. Jahrhunderts (1893) eingerichtet, um der starken genetischen Erosion entgegenzuwirken, die durch die Reblausplage verursacht wurde, die die europäischen Rebflächen zerstörte. Sie ist die älteste und wichtigste Rebensammlung Spaniens und, was die Zahlen der Akzessionen betrifft, eine der größten der Welt.

Die Sammlung erstreckt sich derzeit über eine Fläche von 10 Hektar und umfasst 3.532 Akzessionen, davon 800 Unterlagen, 96 Arten der Gattung Vitis, 1.891 Vitis vinifera-Sorten, 98 Ertragshybriden und 648 von Vitis vinifera sylvestris.

Die Hauptziele der Sammlung sind die Erforschung, Erhaltung, Charakterisierung und Bewertung der Gattung Vitis. Die Sammlung soll als Grundlage für Forschungsprojekte auf nationaler und internationaler Ebene dienen.

Die Sammlung, die derzeit vom IMIDRA verwaltet wird, ist seit ihren Anfängen ein nationales Referenzzentrum für die Erhaltung von Rebsorten und Ampelographie. Zu Beginn des 21. Jahrhunderts wurde das Ampelographische Museum eröffnet und es wurde eine Dauerausstellung eingerichtet, in der das Herbarium und die historischen Dokumente der Sammlung untergebracht sind. Das Zentrum gilt somit in Spanien für die Erforschung des Pflanzenmaterials der Rebe als die wichtigste Referenz.

Die Sammlung, die derzeit vom IMIDRA verwaltet wird.

Neben der ampelographischen Charakterisierung hat das molekularbiologische Labor des IMIDRA einen wichtigen Beitrag zur Identifizierung von Pflanzenmaterial geleistet. Es ist seit 2003 aktiv und hat die größte Datenbank Spaniens zur Identifizierung durch Mikrosatelliten-Marker erstellt. Das Weinbau-Team des IMIDRA beteiligt sich daher seit 1997 an Projekten zur Identifizierung von Reben in der Europäischen Union und koordiniert ihre Aktivitäten zur Erhaltung und Charakterisierung mit Sammlungen aus mehr als 20 europäischen Ländern.

INFORMATIONEN ZUM COVID 19-PROTOKOLL IM AMPELOGRAPHIE-KURSUS

El Encín ist gut vorbereitet, um allen Teilnehmern optimale Gesundheits- und Sicherheitsbedingungen zu bieten. Das Zentrum wendet eine Reihe von Protokollen an, die unter Berücksichtigung der Charakteristika des Kursus entwickelt wurden: zahlreiche Aktivitäten im Freien mit technischen Besichtigungen und eine reduzierte Teilnehmerzahl in Übereinstimmung mit dem Gesundheitsprotokoll der Region Madrid. Die Teilnehmer werden gebeten, sich am Montagmorgen vor Beginn des Kursus einem COVID-Test zu unterziehen.


Die Anmeldegebühr beträgt 890 Euro, die in Raten gezahlt werden kann.

Begrenzte Teilnehmerzahl – Einschreibung bis zum 31. Juli 2021

Bei Fragen wenden Sie sich bitte an: oivampelography@oiv.int